Jeder kennt sie, diese schwarzen Tierchen, die vor Gewitter plötzlich überall auftauchen und später an den unmöglichsten Ecken sind:

Es handelt sich hierbei um eine heimische Art von Thrips. Die gängigen Mittel helfen gegen sie. Sie sind nicht sehr schnell in der Ausbreitung und mit einem wachsamen Auge wird man sie auch gut wieder los. Während der kalifornische Blütenthrips (Frankliniella occidentalis) sich versteckt bzw. herumflitzt, sobald man eine befallene Pflanze in die Hand nimmt und bewegt, bleiben diese schwarzen Thrips seelenruhig sitzen, daher ist mein heimlicher Name dafür „Doofthrips“. Die helleren Larven (Jungtiere) sind etwas agiler, aber auch das ist kein Drama. Besprüht man die Pflanze einmal gründlich, sterben die Tiere schnell. Nicht einmal ein Substratwechsel ist unbedingt nötig.
Der Befall zeigt sich folgendermaßen:




Also wachsam sein, befallene Stengel komplett entfernen, einsprühen und Pflanze die nächsten Tage engmaschig beobachten. Will man ganz auf Nummer sicher gehen, entfernt man alle Blütenstengel und topft die Pflanze um, wobei sämtliches Substrat unter fließendem Wasser aus dem Wurzelwerk gespült werden sollte.
Es gibt eine zweite Art von Thrips, ähnlich groß aber braun mit cremefarbig gestreiften Flügeln. Diese hatte ich vor Jahren mal in der ersten Sammlung gehabt und auch mit relativ wenig Aufwand ausgerottet.
Schlimm ist es erst, wenn man den kalifornischen Blütenthrips an den Pflanzen hat.